Jan 142013
 

Schimmel in der Wohnung – Unschön und gefährlich!

Unsere modernen Häuser sind zwar immer besser gedämmt, damit wir so Energie sparen können, aber diese gute Isolierung ist auch der Grund, warum wir immer häufiger ein Problem mit Schimmel in der Wohnung, also dem allseits gefürchteten Bauschimmel, haben. Im Gegenzug sind auch Altbauten nicht davor gefeit, Schimmel in Wohnräumen oder dem Keller anzusetzen, da hier das Mauerwerk oft Teilen verrottet ist und so Feuchtigkeit aus dem umliegenden Erdreich zieht. Wodurch entsteht Schimmel? Was macht ihn so gefährlich? Und vor allem: Wie wird man ihn wieder los?

Schimmel in der Wohnung - Titelbild: Mann im Schutzanzug

Infrogmation (CC BY 2.5)

Feuchtigkeit im Haus – die Wurzel allen Übels?

Nein, denn im Haus oder der Wohnung ist Feuchtigkeit wichtig. Nach Expertenmeinung sollte die Feuchtigkeit bei ca. 40 – 60% liegen. Zum Problem wird sie erst dann, wenn sie nicht mehr entweichen kann, also wenn kein Austausch zwischen der Außenlust und der Raumluft herrscht. In einem solchen Fall kann sie kondensieren und das Mauerwerk durchfeuchten. Ein feuchtes Mauerwerk, egal ob ein zu gut isoliertes Heim oder einer schadhaft gewordenen Isolierung zum Erdreich hin, zersetzt nicht nur Putz und Gemäuer, sondern liefert auch den perfekten Nährboden für Schimmel und muss deswegen umgehend beseitigt werden.

 

 

 

 

Warum tritt Schimmel in der Wohnung heute häufiger auf?

Häuser, die bis in die1970er Jahren gebaut wurden, gewährleisteten den konstanten Luftaustausch dadurch, dass die Fenster (nach heutigen Maßstäben) schlecht abgedichtete waren. Was für das Raumklima förderlich war, ist für die Energiebilanz vernichtend. Mehr zu feuchten Wänden, richtigem Lüften und Schimmel in der Wohnung erfahren Sie im dieser Folge von Marktcheck aus dem SWR.

 

Was macht Bauschimmel so gefährlich?

Zwar sind nur 0,2 % aller Schimmelarten giftig, aber als gesundheitsschädlich gelten alle Sporen von Schimmelpilzen und ihre Stoffwechselprodukte, selbst abgestorbene Schimmelpilze können Reizreaktionen und Allergien auslösen, wenn sie eingeatmet werden. In besonderem Maße gefährlich sind sie für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen. Man sollte Schimmel in der Wohnung also keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.


 

So schützen Sie sich und Ihr Heim vor Schimmel

  • Lüften Sie regelmäßig Ihre ganze Wohnung bzw. Ihr ganzes Haus, indem Sie die Fenster öffnen (kippen reicht hier nicht aus) und Durchzug entstehen lassen.
  • Feuchtes Mauerwerk muss trockengelegt werden, etwa durch die Aquapol-Technologie, und ggf. saniert werden.
  • Wenn Schimmel bereits vorhanden ist, kommt es drauf an, wie ausgeprägt der Befall ist: übersteigt der dichte Bewuchs eine Fläche von 1 m2 im selben Raum oder vereinzelte Stellen im selben und/oder verschiedenen Räumen eine Gesamtfläche von 10 m2, sollten Sie die Beseitigung an Fachleute abgeben.
  • Wenn Sie den Schimmel in der Wohnung selbst entfernen, sollten Sie Ihre Atemwege schützen bevor Sie den sichtbaren Schimmel zusammen mit dem befallenen Substrat entfernen (z.B. Tapete, Putz) und die Wand mit handelsüblichen fungiziden Reinigungsmitteln bearbeiten, bevor Sie sie neu tapezieren etc. Beachten Sie bitte, dass dies nur eine optische Lösung ist und um Schimmel nachhaltig zu beseitigen, die Ursache (Feuchtigkeit) beseitigt werden muss.

 

Weitere Informationen zu Schimmel in der Wohnung finden Sie hier.

 

Verfasst von: Sarah-Ann Grün

Hallo, ich bin Sarah-Ann Grün, Redakteurin bei Bungalow-Bauen.com und habe bisher 10 Artikel für diesen Blog geschrieben. Mehr Information über meine Tätigkeit finden Sie hier

  Eine Antwort zu “Schimmel in der Wohnung ist gefährlich”

  1. Danke dafür!

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