Mai 242012
 

Tipps für die Beauftragung von Handwerkern

 

Während der Bauphase ist die absolute Mehrzahl der Bauherren auf die Unterstützung von Fachleuten angewiesen. Doch auch wenn das Haus bzw. der Bungalow fertiggestellt ist, wird man gelegentlich noch auf die Arbeitskraft und das Knowhow professioneller Handwerker zurückgreifen müssen. Dies gilt für ambitionierte Heimwerker vielleicht etwas seltener, handwerkliche Laien dafür umso öfter.

Ein Dachdecker bei der Arbeit

© Rainer Sturm / PIXELIO

Bei der Beauftragung von Handwerkern sollte einiges beachtet werden, denn Missverständnisse zwischen den Handwerkern und dem Auftraggeber können nicht nur für unnötigen Ärger sorgen und Zeit kosten, sondern handfeste Konsequenzen haben. Handwerksleistungen, die im Resultat nicht den Anforderungen des Auftraggebers entsprechen, unerwartet Kosten oder gar einen Rechtsstreit verursachen sind keine Seltenheit. Mit unseren Tipps sparen Sie Geld und Nerven!


 

1. Handwerker finden – Die Auswahl

An aller erster Stelle müssen Sie einen qualifizierten und zuverlässigen Handwerker finden. Ein Premium-Eintrag in Branchenbüchern oder die Mitgliedschaft in der Handwerkerinnung bedeuten nicht zwangsläufig, dass Sie von dieser Firma auch Arbeit von guter Qualität erhalten werden. Ein optisch ansprechender, informativer und aktueller Webauftritt zeugt zumindest von einer professionelleren Herangehensweise der Handwerksfirma aber letztendlich suchen Sie ja keinen Webdesigner, sondern einen guten Klempner, Dachdecker oder Elektriker. Besonders bewährt bei der Auswahl - und das seit Generationen – haben sich hingegen Empfehlungen aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Aufschlussreich sind übrigens auch Bewertungssysteme von Onlineplattform die Handwerksleistung vermitteln.


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2. Der Kostenvoranschlag

Auch wenn Sie bereits ein gutes Angebot von einem qualifizierten Handwerker erhalten haben, holen Sie sich gerade bei größeren Aufträgen immer ein bis zwei weitere Kostenvoranschläge von anderen Handwerksfirmen ein. Möglicherweise stellen Sie fest, dass Ihr erstes Angebot doch nicht so gut war wie sie zuerst gedacht haben. Berücksichtigen Sie aber: qualitativ hochwertige Arbeit hat ihren Preis.


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3. Pacta sunt servanda – Der Vertrag mit dem Handwerker

Vor allem bei umfangreicheren Bauvorhaben bzw. Handwerkeraufträgen sollten Sie unbedingt:

•Dauer
•Preis
•benötigtes Material

vertraglich (immer schriftlich) vereinbaren. Sollte der Handwerker widererwartend die versprochene Leistung nicht erfüllen oder wird alles plötzlich teurer als vereinbart, haben Sie etwas in der Hand, um besseer zu argumentieren oder sich im Fall der Fälle Ihr Recht zu erstreiten. Beachten Sie bei dem Vertrag außerdem, dass Material- und Arbeitskosten aus steuerlichen Gründen getrennt aufgeschlüsselt werden müssen!

 

4. Die Zwischenabnahme

Vereinbaren Sie eine Zwischenabnahme mit dem Handwerker. Gehen Sie finanziell nicht zu weit in Vorleistung und prüfen Sie bei jeder Zwischenabnahme genau, ob die Arbeit Ihren Vorstellungen bzw. den Vereinbarungen entspricht. Lassen Sie sich keinesfalls mit schwammigen Aussagen und Versprechungen abspeisen, sondern setzten Sie Ihr Recht freundlich aber bestimmt von Anfang an durch.


 

5. Sicherheitseinbehalt während der Gewährleistungsfrist

Ihr Sicherheitseinbehalt beträgt drei bis fünf Prozent der Rechnungssumme. Dieser Betrag wird erst zum Ende der Gewährleistungsfrist (4-5 Jahre) an den Handwerker ausgezahlt.

Handwerker bei der Arbeit

© Rainer Sturm / PIXELIO


 

6. Holen Sie sich Unterstützung

Bei Bauvorhaben oder großen Aufträgen ist das Hinzuziehen von Generalunternehmen oder Architekten empfehlenswert.

 

7. Manchmal kommt es dennoch zum Streit

Wie eingangs erwähnt, sind Streitigkeit bei Bau- bzw. Handwerksaufträgen keine Seltenheit. Etwas Aufatmen kann in so einer Situation, wer eine entsprechende Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat. Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt mit entsprechendem Fachgebiet beraten. Gute Anlaufstelle für Schlichtungsversuche sind meist die Bauschlichtungsstellen der Handwerkskammern und Innungen.

 

8. Seien Sie fair zu den Handwerkern

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus”. Trotz des Rekordjahrs 2011 und guter Branchenumsätze im ersten Quartal 2012 verschärft sich die Konkurrenzsituation der Handwerker in Österreich und Deutschland zusehens. Eine Rolle spielt dabei sicher die EU Freizügigkeitsregelung. Auch Onlineplattformen wie www.myhammer.de haben zu einer höheren Preistransparenz und damit geringeren Margen bei den Betrieben geführt. Nutzen Sie ruhig die Vorteile solcher Plattformen, die Sie Ihnen vor allem in preislicher Hinsicht bieten, aber berücksichtigen Sie, man muss von guter Arbeit auch leben können.

 

 

Verfasst von: Christian

Hallo, ich bin Christian, Mitarbeiter bei Bungalow-Bauen.com und habe bisher 18 Artikel für diesen Blog geschrieben. Mehr Information über meine Tätigkeit finden Sie hier

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