Jul 312013
 

Mietnomaden und Mietvandalen zerstören Existenzen

VandalismEinnahmen aus Vermietungen als Polster für den Ruhestand sind durchaus erstrebenswert. Doch wer seinen Bungalow oder andere Immobilien ganz oder teilweise Vermieten möchte, tut sich oft schwer damit den oder die Richtigen Mieter zu finden. Zu groß ist die Angst vor Mietnomaden und solchen Mietern, die vom Vermieter unbemerkt die Immobilie zerstören. Wie Sie sich und Ihr Eigentum am besten schützen können erfahren Sie hier.

Hat man sich einmal Mietnomaden eingefangen, ist es besonders schwer diese wieder loszuwerden. Kosten für den Vermieter steigen oft in astronomische Höhen, denn er trägt in vielen Fällen nicht nur den Mietausfall, sondern auch Kosten für Anwälte, Entrümpelung und Wiederinstandsetzung. Wie so oft gilt auch hier: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Deshalb sollten Sie auf einige Dinge achten, bevor Sie einen Mietvertrag eingehen.


Auskünfte Einholen

Ein gepflegtes Äußeres und eine gewandte Ausdrucksweise sind schon lange kein Garant mehr für gute Mieter, auch eine Mietkaution kann nur einen Teil etwaiger Kosten abfedern. Umso wichtiger ist es, sich Auskünfte von Dritten über die potenziellen Mieter einzuholen. Allerdings müssen Sie sich im Klaren darüber sein, dass Sie so sehr tief in die Privatsphäre von Menschen eindringen, das kann durchaus Unverständnis und Missmut zur Folge haben. Sie sollten also diplomatisch bleiben und ihre Gründe plausibel schildern. Für Sie interessante Informationen sind hier z.B.

  • Schufa Auskunft: Hier können Sie entweder den potenziellen Mieter um eine Selbstauskunft bitten (diese kann jeder einmal pro Jahr kostenlos bei der Schufa erhalten) oder Sie lassen sich eine Vollmacht ausstellen, mit der Sie als Vermieter (gegen eine Gebühr)Auskünfte von der Schufa beziehen können.
  • Bankauskunft: Eine formalisierte Auflistung des Bankinstitutes über Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten.
  • Gehaltsnachweis der letzten 3 Monate: Können sich der oder die Mieter die Wohnung oder das Haus überhaupt leisten?
  • Bürgschaften: Sind immer dann sinnvoll, wenn klar ist, dass die finanziellen Verhältnisse des potenziellen Mieters instabil sein könnten. Wer an Schüler, Studenten und Auszubildende vermietet, kann eine Bürgschaft der Eltern verlangen und sich so absichern.
  • Vorvermieter kontaktieren: Bitten Sie potenzielle Mieter um die Kontaktdaten zum Vorvermieter. Dort können Sie erfragen, wie zufrieden dieser mit Ihren neuen Mietern war.
  • Makler beauftragen: Wer sich unsicher ist, ob sich geeignete Mieter finden werden oder nicht in der Nähe zum Mietobjekt wohnt, kann sich Spezialisten mit ins Boot holen. Makler in Ihrer Nähe kontaktieren Sie etwa bei Makler-Vergleich.de.

Weitere Informationen zur Vermietung und Verwaltung von Immobilien finden Sie auch bei der Eigentümerschutz-Gemeinschaft HausundGrund.de

Schäden und Ausfälle absichern – lohnt sich das?

Seit einiger Zeit bieten immer mehr Versicherer auch Policen an, die die Kunden in variablem Umfang vor Schäden durch Mietnomaden schützen. Decken einige nur den Mietausfall, werben zumindest andere damit, alle etwaigen Kosten zu übernehmen.

Bei aller Vorsicht, die Sie walten lassen sollten, sollte man nicht vergessen, dass die Gefahr an einen zahlungsunwilligen Mieter zu geraten statistisch bei 1:100 liegt.

Verfasst von: Sarah-Ann Grün

Hallo, ich bin Sarah-Ann Grün, Redakteurin bei Bungalow-Bauen.com und habe bisher 12 Artikel für diesen Blog geschrieben. Mehr Information über meine Tätigkeit finden Sie hier

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